Der sensorische Mensch

Der Sensorische MenschKundalini Yoga arbeitet an der Informationsebene des Körpers, und sorgt dort für Reinigung und Balance. Dies funktioniert am besten, wenn das Yoga auf unsere Projektion abgestimmt ist. Mit einer stabil gesetzten Projektion (ein sogenannter „Ankerpunkt“ oder eine „Intention“) aktiviert das Yoga heilende Informationen in unserem Körper und löst schädliche Informationen auf. Wenn wir dieses Prinzip auf unser gesamtes Leben ausdehnen, werden wir zu einem „sensorischen Menschen“.
Im natürlichen Fluss des Lebens verändert sich die Selbstwahrnehmung ständig und auf unvorhersehbaren Weise. Dies geht einher mit Phasen der Stabilisierung und Destabilisierung. Ziel des Yoga ist es, nicht von Umständen überrannt zu werden, sondern souverän zu bleiben

Wer behält die Kontrolle?

Wenn du kontrollierst, bist du Subjekt deiner begrenzten Identität. Um effektiv zu werden, musst du erst lernen, Ineffektivität zu akzeptieren, denn diese ermöglicht erst das eigene innere Wachstum.
Yoga hat eine scheinbar irrationale Seite, die jenseits des Verstandes ihre Wirkung entfaltet. Hier liegt die eigentliche Kraft des Yoga, die sich alleine mit der Technik von Haltungen und Atemübungen nicht erklären lässt. Yoga ist eine Mechanik, die dem Übenden an einen Punkt führt, wo die Existenz als solche ein Wert an sich ist. Dies bedarf keiner Rechtfertigung.
Yoga ist keine Religion, denn eine Religion ist mit einem Glauben verbunden. Der Glaube bindet dich an ein statisches System, welches sich in dir manifestiert. Beim Yoga machst du hingegen Erfahrungen, die dir eine Orientierung verschaffen, vergleichbar einer Brille, die den Nebel etwas lichtet. Du bleibst dabei in Bewegung. Mit Hilfe der Orientierung kannst du souverän entscheiden, in welche Richtung du weitergehen möchtest – zum Beispiel ob du einen etablierten Glauben verstärken, oder auflösen willst. Wenn der Nebel sich lichtet, erkennst du, was du sein willst.

Orientierung am Körper

Eine grundsätzliche Orientierung bietet der eigene Körper. Der Körper ist das Vehikel, das uns zu unseren eigenen Quelle führt. Yoga ist eine Technik, um diese Quelle zu erkennen und für eine ur-eigene Haltung zu nutzen.
Der Bezug und die Anwendung der eigenen Haltung ist die Grundlage für Veränderungen. Sie gibt Halt und Orientierung, in einer Welt, in der vieles nicht mehr klar zu sein scheint. In mehreren Stufen bzw. Wellen vertieft sich die Selbstwahrnehmung für den Yoga-Übenden immer weiter. Am Anfang trifft es den Betroffenen unerwartet. Später werden die Veränderungen feiner und subtiler.
Wenn die Eigenwahrnehmung nicht statisch sondern in Bewegung ist, entsteht etwas Unerwartetes: ein dauerhafter Fußabdruck in der subtilen Struktur der Welt. Das unspezifische Selbst erzeugt im Zuge der Alltagsbewältigung einen spezifischen „Raum“. Mit jedem neuen Tag, der ein effektives Sadhana (tägliche Yoga-Praxis) beinhaltet, wird dieser Raum tiefer und wirkungsvoller. (Vergleiche auch: Das System der Selbstwahrnehmung)

Polaritäten

Polarität gewährleistet, dass die Dinge in Bewegung bleiben. Die Welt lässt sich durch die Dualität der Polaritäten erklären und darstellen, z.B. durch die Polarität der Geschlechter, durch die zwei Gehirnhälften und durch die Gezeiten Ebbe und Flut. Aber das ist lediglich ein Aspekt von vielen. Alles was entsteht wird durch den Gegensatz oder den Vergleich zu etwas anderem erkannt.
Polaritäten gehen immer in zwei Richtungen. Einerseits versuchen die Pole sich gegenseitig aufzuheben. Andererseits verstärken sie sich. Diese zwei Richtungen erzeugen einen Druck, der sich umso mehr vergrößert, je weiter man in das eine oder andere Extrem der Polaritäten geht. Einen Prozess zu durchleben und bis zum Ende auszukosten, ist der Weg des Tantra. Wir lassen zu, was passiert. Er steht in Polarität zum Weg des Yoga. Dort halten wir den Druck aus, ohne uns zu rühren. Die Vereinigung dieser beiden Wege findet im Weißen Tantra Yoga statt.

Lebenszyklen

Unsere Lebenszyklen geben uns das Potential, beide Aspekte gleichermaßen zu leben. Lebenszyklen oder Wellen bestimmen unsere Widerstandskraft und unser Durchhaltevermögen. Sie sind der Ursprung der Zeitmessung. Der erste Taktgeber ist unser Atemzyklus. Beim Einatmen lassen wir zu, beim Ausatmen halten wir aus. Mit Hilfe von Pranayama-Atemübungen können wir diesen Taktstrom beeinflussen.
Weitere Zyklen ergeben sich aus unsere Körperprozessen wie Stoffwechsel und Verdauung, die wiederum eng mit den Zyklen unseres Planeten verbunden sind.
Langfristig sind wir dem Mond- und Sonnenzyklus sowie Sieben-Jahres-Zyklen ausgesetzt. Das Wissen um diese Zyklen und ihre Nutzbarmachung können uns die Fähigkeit geben, Polaritäten in uns zu vereinen und aufzulösen.

Abonnementpläne

Der sensorische Mensch - Yogakurs
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  • Wöchentlicher Online-Kurs mit Sangeet Singh, Mittwochs von 19.00 - 21.00 Uhr
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Dauer: 9 Wochen
Preis: €100

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Über uns

Die Webseite Yoga-Infos.de wurde 2005 gegründet, um Informationen über die Grundlagen des Kundalini Yoga zur Verfügung zu stellen.

Unsere Aufgabe ist es, deine gesundheitliche Souveränität zu fördern und zu schützen. Dies betrifft den Körper und den Geist gleichermaßen. Erreichen tun wir dies durch unsere Ausbildungen, unsere Basistexte und unsere Jahresgruppen.

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