Wie viel Unsicherheit verträgt der Mensch

 

Manchmal ist der Zusammenbruch der eigenen Realität zu umfassend, um verarbeitet werden zu können. Wenn der letzte Halt verschwindet, und es keinerlei Perspektive gibt, die eigenen Werte und Sicherheiten zu retten, entladen sich die animalischen Ursprungsprogramme des Menschen.

 Manche reagieren auf den Zerfall der Sicherheit mit Frustration und Depressionen. Andere werden aggressiv und kämpferisch. Diese zwei sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen dienen dazu, der eigenen Unsicherheit auszuweichen.
Unsicherheit zu ertragen ist eine Kapazität unseres Nervensystems, die durch den Zustand unseres Energiesystems und Körpers begrenzt wird. Mit Hilfe von Yoga und Meditation können Körperfunktionen gestärkt werden, die das Ertragen von Unsicherheit ermöglichen.

Wer die Unsicherheit erträgt, bleibt Handlungsfähig. Auch wenn eine Situation aussichtslos erscheint, schafft es der sehr wandlungs- und anpassungsfähige Mensch in der Regel, eine Lösung zu finden. Meistens ist diese Lösung vorher nicht absehbar und daher nicht planbar. Es lohnt sich also, an der eigenen Kapazität zum Ertragen von Unsicherheit zu arbeiten. Denn wer statt dem aushalten die beiden oben genannten Wege wählt, wird entweder von den äußeren Einflüssen abhängig oder instrumentalisiert.

Das Gefühl von Unsicherheit entsteht durch eine Schwäche im 1. Chakra. Die dazu gehörenden Organe sind der Magen und die Milz bzw. Bauchspeicheldrüse. Diese Organe können durch Nahrungsmittel gut unterstützt werden. Außerdem helfen Yoga-Übungsreihen für Erdung und Sicherheit, um besser mit Hilflosigkeit und Ängsten umgehen zu können, Z.B. die Sat-Kriya.

Unmittelbar auf Unsicherheit reagiert der Dickdarm (Volksmund:Schiss haben) und sein energetisches Äquivalent, die Lungen. Wenn einem die „Luft weg bleibt“, ist die Unsicherheit zumindest vorübergehend zu stark, um sie aushalten zu können. Raucher blockieren die Lungenenergie, weil sie „keinen Raum zum Atmen“ zu haben scheinen.
Diese, dem Element Luft zugeordneten Organe, haben schon durch die Unbeständigkeit dieses feinen Elements keine Möglichkeit, auf Unsicherheit zu reagieren. Hier helfen Meditationen, z.B. Gesangsmeditationen mit unterstützenden Mantras weiter.

Auch die Wasserelement-Organe Nieren, Blase und die Geschlechtsorgane reagieren auf Unsicherheit sehr empfindlich. Auf der anderen Seite wird in diesen Bereichen Unsicherheit benötigt, um optimal zu funktionieren. Diese, dem 2. Chakra zugeordneten Körperteile haben viel mit unserer Fähigkeit zu tun, Kreativ zu sein, und uns mit anderen Menschen zu verbinden – emotional und sexuell. Eine Verbindung ist aber nur möglich, wenn die Steifheit und Festlegung nicht zu massiv ist.
Hier zeigt sich also der positive Aspekt der Unsicherheit: Offenheit und Flexibilität. Wenn diese Organe stark sind, können leichter Lösungen gefunden werden.

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