Parallele Realitäten – Bestimmung oder Angst

Als Mensch haben wir zwei Möglichkeiten, mit der Realität umzugehen. Wir können uns ihr ausliefern, oder wir können sie formen. Um sie zu formen ist zunächst ein Verständnis über die eigene Bestimmung nötigt.

Die eigene Bestimmung sollte man sich nicht als Statisch oder Unverrückbar vorstellen. Menschen bringen zwar unterschiedliche Veranlagungen mit ins Leben, aber die eigenen Entscheidungen führen im Laufe der Zeit zu viele Möglichkeiten der eigenen Entwicklung – und der Entwicklung anderer.

Ein Yoga-Lehrer orientiert sich in seinen Entscheidungen daran, in welchem Maße er andere erheben und ermächtigen kann. Dieses Verhalten öffnet ihm anschließend vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Er gibt seiner eigenen Bestimmung einen neuen Drive.

Die höchstmögliche Expansion der eigenen Entwicklung ist durch die Förderung von selbstbestimmten Kollektiven und Gruppen möglich. Diese entwickeln einen Einfluss, der durch individuelles Bewusstsein, ganz gleich wie mächtig es entwickelt ist, nicht manipuliert werden kann.

Ein Yogalehrer hat drei Aufgaben: Beständigkeit, Beständigkeit, Beständigkeit. (frei nach Yogi Bhajan). Wenn nun große Teile der Gesellschaft in eine falsche Richtung gehen sollten (z.B. weil sie sich in einem Zustand der Massenhysterie befinden), ist es möglich und nötig, die eigene Wahrnehmung davon zu entkoppeln. Daraus entwickeln sich parallele Realitäten. Dies ist ein Prozess, der nicht plötzlich und abrupt einsetzt, sondern sich langsam aufbaut.

Menschen sind einer Massenpsychose nur dann ausgesetzt, wenn sie Angst haben. Alle Ängste lassen sich auf eine Angst herunter brechen: die Angst vor dem Tod. Der Umgang mit ihr ist ausschlaggebend, ob in Extremsituationen richtig oder falsch gehandelt wird.

Todesangst wird von einem erfahrenen Meditierenden weitaus besser verarbeitet als von einem Menschen ohne Meditationserfahrung. Ab einem gewissen meditativen Erfahrungsgrad ist eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod obligatorisch. Die Suche nach der eigenen Bestimmung konfrontiert den Menschen mit seinem Lebensende. Wenn dieses reflektiert und nicht panisch ins Bewusstsein tritt, werden die alltäglichen Zusammenhänge des eigenen Lebens aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Die Lebensqualität steigt, Möglichkeiten multiplizieren sich und die Menschen werden unabhängiger von äußeren Einflüssen.

Parallele Realitäten erzeugen einen zunehmenden Druck, je weiter sie sich voneinander entfernen. Der Druck steigt auf beiden Seiten. In dieser Situation werden die Polaritäten zu Spiegeln der jeweils anderen Seite. Im Bewusstsein der Trennung erkennen sich die Menschen, so wie sie sind. Sie können nur mit äußerster Anstrengung der eigenen Realität ausweichen.

Anschließend gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder zerfällt eine der Realitäten. Dies ist ein sehr unangenehmes Szenario. Oder es findet eine Transformation statt, in der beide Realitäten zu einer Vereinigung unter neuen Vorzeichen finden.

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