| |
|
Das
Kundalini Yoga Festival in Frankreich - ein Bericht
|

|
Das diesjährige
Yogafestival war geprägt vom Element Wasser. Es regnete zwar
nur einen Abend, aber die Wochen vorher hatte es in Frankreich sehr
viel geregnet. Überall auf dem Festivalgelände lagen schlammige
Pfützen. Das Sadhana-Feld war von Löchern und Furchen
durchzogen, die erst am vierten Tag ausgetrocknet waren. Vielleicht
war das viele Wasser ein Grund dafür, wieso dieses Festival
von vielen Teilnehmern als besonders harmonisch empfunden wurde?
Es ist ein
besonderes Erlebnis, mit so vielen Menschen zusammen Yoga zu machen.
Vor allem Morgens, bevor die Sonne aufgeht, liegt auf der Menschenmasse
eine unbeschreibliche Ruhe. Es ist, als würden sich die Menschen
bei der Meditation gegenseitig halten und unterstützen - und
dadurch eine unerkannte Tiefe erreichen. Innere Welten tun sich
auf, die vorher verdeckt oder vergessen waren.
Es war erstaunlich, wie viele der über tausend TeilnehmerInnen
um vier Uhr aufgestanden sind, um am Morgen Yoga zu machen und zu
meditieren. Ich weiß von einigen, die in diesen frühen
Morgenstunden ihre ersten tiefen Meditationserlebnisse hatten. Andere
haben keine so übersprühenden Sadhana-Erfahrungen, sondern
genießen die Gruppenenergie, die nur in besonderen Augenblicken
wie diesen entsteht.
|
Nach
dem Sadhana und der morgendlichen Kartoffelsuppe, die Teil der Festival-Diät
ist, beginnen sich die Menschen aufzuteilen. Einige haben jetzt schon
drei Stunden Gemüse geschnippelt. Andere haben das Frühstück
ausgeteilt und essen jetzt erst mal selbst. Das ganze Camp trifft sich
in Missel-Gruppen, in denen sich die TeilnehmerInnen in ihrer Landessprache
austauschen können und gemeinsam das Seva - die Arbeit für das
Camp - organisieren, die das Herzstück des Yogafestivals ist und
viele Teilnehmer in ihren eigenen inneren Prozessen unterstützt.
 |
Anschließend
beginnen die Workshops.
Das Yogafestival hat die wichtige Aufgabe, die vielen verschiedenen
Traditionen, die aus dem Kundalini Yoga hervor gegangen sind, zusammen
zu bringen. Hier werden fast alle Praktiken vorgestellt und ausprobiert,
die mit den Lehren von Yogi Bhajan im Zusammenhang stehen. Viele
unterschiedliche LehrerInnen treffen sich und tauschen sich aus.
Einige Yogapraktizierende kommen lediglich hier her, um die Workshops
ihrer favorisierten Lehrer zu besuchen und um ihren LehrerInnen
nahe zu sein. Das Yogafestival bietet aber vor allem die Gelegenheit
andere LehrerInnen und Richtungen kennen zu lernen.
Einer der größten
Workshops ist seit Jahren der von Guru Dev Singh aus Rom. Er unterrichtet
die meditative Heilkunst Sat Nam Rasayan , die sich immer größerer
Beliebtheit erfreut.
|
Guru
Dev Singh ist zweifellos einer der "Dinosaurier"-Lehrer des
Yogafestivals. An einigen Abenden gab er auf dem Basar kurze Darshans,
die in Indien traditionell üblich sind. Jeder der wollte konnte zu
ihm kommen. Nach ein paar gewechselten Worten erhielt jede/r eine Heilbehandlung
durch eine/n SchülerIn von Guru Dev Singh. Jeden Abend bildete sich
eine lange Schlange, und mehrere hundert Teilnehmer sind zu diesen "Behandlungen"
gegangen.
Vormittags gab es
ca. 30 Workshops zu unterschiedlichen Themen, wie Bangara-Tanz (traditioneller,
indischer Tanzstil), Shakti-Dance, Breathwalk, Numerologie, Gatka (indische
Kampfkunst) oder zum Hauptthema des Yogafestivals, der Aura, dem siebten
spirituellen Körper des Menschen.
An einem der Nachmittagsworkshops, die vom ganzen Camp besucht wurden,
sprach die Frau von Yogi Bhajan zu den Teilnehmern und erzählte von
ihrem Mann und wie sie seinen Tod und die Zeit danach erlebt hatte. Dies
war für alle Anwesenden ein besonderes Erlebnis.
Höhepunkt des
Festivals sind die drei Tage Weisses Tantra Yoga. Für viele ist das
Tantra-Yoga das intensivste, was Kundalini Yoga zu bieten hat - eine Reinigung
des Geistes, eine lange andauernde Nahrung für die Seele und eine
Möglichkeit den eigenen inneren Bewusstseinszustand zu erneuern.
Am Ende stand der
Peace-Prayer-Tag, der dem Frieden auf der Welt gewidmet ist, und der den
Blick langsam wieder von innen nach Außen ausrichtete. Schließlich
müssen alle Teilnehmer in ihre gewohnten Strukturen zurück kehren
und sich im normalen Alltag wieder zurecht finden - möglichst etwas
bewusster als vorher. Und in diesem Alltag herrscht nicht selten Krieg
- vielleicht nicht so offen wie für die Teilnehmer aus Israel und
Palästina, wohl aber Verdeckt in den Alltagsbeziehungen, am Arbeitsplatz
oder in der Schule. Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, dass die
Welt ein wenig wohnlicher wird.
Bilder von den Yogafestivals
2004, 2005
und 2006.
|
|
Die
Yogafestival-Hymne: Dieses Lied wurde bei
der Eröffnung, zwischendrin und beim Abschluss des Yogafestival gespielt.
Das Mantra Sat Narayan Wahe Guru - Hari Narayan Sat Nam symbolisiert
im besonderen Maße das Element Wasser und seine heilende und reinigende
Kraft. Auf dieser Webseite kann diese Version von Mirabai Ceiba als MP3-Datei
für den Player oder zum Brennen auf CD erworben
werden.
Zum
Proberen:
Runterladen
des Flash Player um die Hörprobe zu hören.hören.
|
| |
|
|

Wheel
of Sound ist die Erste Kollektion von Kundalini Yoga Mantras von Maya
Records. Mit dabei sind Künstler aus der ganzen Welt: Avtar Kaur
(Italy), Shiuli Subaya (India/UK), Mirabai Ceiba (Mexico/Germany), Jap
Hari Kaur (UK), Hezy Levy (Israel), BenJahmin (UK), and Aurora (UK). Jeder
Künstler bring seine eigene Note in diese musikalische Reise mit
ein. Die einzelnen Tracks kosten 3,- € im MP3-Download.
Probehören und Download
Kleine
Highlight-Liste des Yogafestivals:
Die Gurdwara am Morgen - ein Sikh-Gottesdienst, der einem die Verbindung
zu Gott nahe bringen kann - das Herzzentrum des Yogafestivals..
Die Festival-Meditation: Die Yogafestival-Meditation eignet sich
im besonderen Maße, um sich mit der Energie, die auf dem Yogafestival
entstand, zu verbinden. Sie trägt dich durch die 40 Tage nach dem
Yogafestival, die dazu dienen, die Eindrücke aus dem Yogafestival
zu verdauen.
Die Lange Kirtan-Nacht: Shabads und Mantra-Lieder die ganze Nacht
in der Gurdwara. Für die die Durchhalten das schönste am Festival.
Schnippeln und dabei die Morgen-meditationen singen zusammen mit
50 anderen.
Die Waldklos - die Technik ist von Jahr zu Jahr ausgereifter.
Die Duschen im Freien - eine kleine Erinnerung an Vergangene Zeiten
(Duschen im Wald in Losches)
Zelten am großen See - weitab von dem Trubel im Wald - fast
wie gewöhnlicher Urlaub.
Morgens zum Sadhana die Sterne beobachten.
Abends: Golden Milk - ein leckeres Rezept aus Gelbwurz, Honig,
Milch und Mandeln.
Hot Souce -Die berühmte sehr scharfe Soße beim Nachmittags-Essen.
Abschlussmeditation, Abends am See. Eine Genuss für das Bewusstsein
Kinderyoga am Abend - schauen, was die nächste Generation
so macht.
Tantra-Burger - das Brot nach 5 Tagen glutenfreier Diät.
|