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Wellness und Entspannung
Der Kunstbegriff Wellness zu deutsch wohlfühlen
beschreibt das Grundbedürfnis der Menschen zum
Beginn des Informationszeitalters. In einer Zeit in dem
ständig und unmittelbar Anforderungen auf die meisten
Menschen niederprasseln, sehnen wir uns nach einem Zustand
der Verantwortungslosigkeit und Freiheit.
Wer entspannt ist, ist glücklich.
Die eigentliche Kunst ist es, im größten Trubel
entspannt zu bleiben. Die Verantwortung für den einzelnen
sowohl privat als auch im Berufsleben wird immer größer.
Den entspannten Menschen stört das nicht. Wenn die
Belastungsgrenze erreicht ist, werden die aus dem Scheitern
resultierenden Unannehmlichkeiten verdaut und für die
eigene Entwicklung eingesetzt.
Große Niederlagen sind bitter-süß.
Sie verwandeln sich nach einiger Zeit in Siege. Widerstand
auch aussichtsloser Widerstand - gegen eine drohende
Niederlage ist notwendig, um ausgleichende Kräfte frei
zu setzen. Wichtig ist nicht, wer oben und wer unten steht,
sondern dass die Dinge in Bewegung bleiben. Festgefahrene
Strukturen werden im Informationszeitalter zerstört,
und das dauerhaft. Es gibt keine Sicherheiten mehr. Flexible
Strukturen und Vorgänge setzen sich durch, auch wenn
es in schwierigen Zeiten nicht so scheint. Das Maß
an Flexibilität macht die Kraft aus, mit der sich das
Blatt zum Besten wenden kann. Wenn nichts Bestand hat, ist
die eigene Beständigkeit ausreichend um alle Ziele
zu erreichen.
Es ist eine Illusion, sich mit allen anderen
Menschen gut stellen zu können. Mit der Anzahl der
Freunde und Unterstützer wächst auch die Anzahl
der Feinde und zwar im gleichen Maße. Anders
herum bedeuten eine wachsende Anzahl von Feinden auch mehr
und bessere Unterstützer. Schädlich ist lediglich
die Ignoranz. Wer weder Freund noch Feind hat, sondern seinem
Mitmenschen egal ist, wird überflüssig.
Niemand kann mehr auf Loyalität bauen
Unterstützung muss immer wieder neu erarbeitet
werden. Die innere Struktur aller menschlichen Beziehungen
ist die Vereinbarung. Liebe hat keinen Einfluss mehr auf
Vereinbarungen. Nur diese haben die Aussicht auf Bestand.
Loyalität schwächt den Loyalen und stärkt
denjenigen, der die Loyalität empfängt. Mit der
Selbstermächtigung der Menschen verschwindet die Loyalität.
Vertrauen ist der eigentliche Bindestoff
in den neuen Zeiten. Vertrauen wirkt immer, auch wenn es
ganz offensichtlich nicht erwidert wird. Selbst wenn man
sicher ist, dass das Vertrauen missbraucht wird, entfaltet
es trotzdem seine positive Wirkung und sorgt für eine
Erfahrung der Ent-Täuschung, die auch dann nötig
ist, wenn bereits vorher Klar ist, dass man Enttäuscht
wird.
Die höchste Form von Vertrauen ist sicherlich das Selbst-Vertrauen,
welches die Grundlage für das eigene produktive Handeln
ist.
Hemmungen, Zweifel, Zurückhaltung?
Das wird zunehmend bedeutungslos. Es ist wichtig, den Menschen
konkrete Grenzen zu setzen, denn innere Grenzen lösen
sich nach und nach auf. Über die eigene Moral und Ethik
entscheidet jeder selbst. Alles, was gemacht werden kann,
wird auch von jemandem gemacht werden. Es gibt kein Halten
mehr im Außen, nur noch im Innen. Die Menschheit muss
sich auf das Schlimmste gefasst machen, aber auch das Schlimmste
trägt ein positives Entwicklungspotential in sich.
Entspannte Menschen lassen die Realität
für sich arbeiten. Alles fügt sich von alleine.
Es ist nicht nötig, sich zu beeilen. Es ist nötig,
die Realität zu erkennen und den richtigen Zeitpunkt
abzuwarten. Aber das ist auch schon fast alles, was der
Mensch benötigt, um entspannt zu bleiben.
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