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| Was hilft bei Vogelgrippe? | ![]() |
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| von Sangeet Singh Gill, 07.03.2006 | |||
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Seit einigen Wochen wird die Gefahr einer sogenannten Grippe-Pandemie in den Medien genannt, die durch das Virus H5N1, die sogenannte asiatische Vogelgrippe, ausgelöst werden könne. Dieses 1997 entdeckte Virus scheint eine besonders aggressive Variante der bekannten Vogelpest zu sein, die bei 80 % - 100 % der infizierten Vögel zum Tod führen soll. Hierbei handelt es sich allerdings um Zahlen bei befallenen Nutztieren, die immer mal wieder von Grippeerregern heimgesucht werden. Wildvögel scheinen je nach Art resistent zu sein. Vieles spricht dafür, dass der jetzt in den Medien genannte Erreger schon lange in Wildvogelbeständen im Umlauf ist. Tote Wildvögel werden erst seit diesem Winter auf den neuen Erreger getestet. Niemand weiß, auf welche Weise er sich ausbreitet. Die positiv getesteten Funde von toten Vögeln weisen kein Verbreitungsmuster aus, sondern liegen z.T. Hunderte bzw. Tausende von Kilometern von einander entfernt. Drei Katzen haben sich auf der Ostseeinsel Rügen angesteckt und sind gestorben. Drei Katzen in Österreich, bei denen die Krankheit ausgebrochen war, haben überlebt, bei zwei ist kein Virus mehr nachweisbar. 170 weitere Katzen, die mit den drei Tieren zusammen in einer Isolierstation beobachtet werden haben sich nicht angesteckt (Quelle: Spiegel Online). Der Verband der Geflügelzüchter scheint die Gunst der Stunde zu nutzen und betreibt recht Erfolgreich die Rücknahme des für 2007 vorgesehenen Verbotes der Käfighaltung von Nutzvögeln. Demgegenüber verweist die Financial Times auf eine Untersuchung, nach der die jüngsten Ausbrüche der Vogelgrippe in Nigeria, Ägypten, Indien und der Türkei samt und sonders von Geflügelzuchtbetrieben ausgelöst worden waren, die infizierte Vögel oder Futter eingeführt hatten Gegen die Verbreitung der Vogelgrippe wäre offensichtlich der Verzicht auf Vogelfleisch und Eier ein wesentlicher Beitrag. Eine konsequente vegetarische Ernährung hätte sogar gleichzeitig gesundheitliche Vorteile, wie zahlreiche Studien belegen. Wenn die Haltung von Nutzvögeln - insbesondere in der Massentierhaltung - überflüssig wird, ist auch keine für Menschen gefährliche Vogelgrippe mehr zu erwarten. Es gibt eine breite Palette an Möglichkeiten, sich gegen ansteckende (und andere) Krankheiten zu schützen. So hilft oft die Einnahme von relativ hohen Gaben von natürlichem Vitamin C (weitere Ernährungstipps) .Die in der ayurvedischen Ernährung als "heilige drei Wurzeln" bekannten Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch stärken die körpereigenen Abwehrkräfte. Solange man gesund ist, kann ein Yogaset für den Aufbau des Immunsystems gemacht werden oder - bei Ausbruch einer Krankheit - die Meditation zur Heilung aller Krankheiten. Die Theorien zur Entwicklung eines Virus, das eine Pandemie bei Menschen auslösen könnte sind allesamt Spekulationen von Virologen, die sich in einem viel zu kurzen Zeitraum mit der Erforschung von H5N1 beschäftigen. Allein die Tatsache der Häufigkeit des Auftretens lässt die Illusionsblase der Angst platzen. Bisher kam es zu rund 170 Erkrankungen, die Hälfte der Menschen starb. Im Vergleich dazu starben im letzten halben Jahr 17.000 Menschen alleine in Deutschland an anderen Grippeerkrankungen - viele obwohl sie geimpft waren. Die deutschen Behörden reagieren mit einem großen Wurf auf die Gefahr einer Grippe-Pandemie. Bereits letztes Jahr wurde beschlossen, dass die Bundesländer das Grippemittel Tamiflu bereithalten. 20% der Bevölkerung sollen im Notfall damit behandelt werden können. Dafür werden 200 Mio. Euro aufgewendet. Die Bundesländer folgen damit den Empfehlungen eines vom Robert Koch-Institut vorgelegten nationalen Influenzapandemieplans. Zum Vergleich: In Asien werden in den nächsten zwei Jahren 83 Mio. Euro für ein Programm zur Bekämpfung der Vogelgrippe benötigt. Davon wurde bislang gerade mal ein Zehntel aufgebracht (Quelle: arznei-telegramm 2005). Tamiflu wird vom
Schweizer Pharmakonzern Roche hergestellt, dessen Aktien seit letzten
Sommer rasant steigen. Ganz ungefährlich ist dieses Medikament offensichtlich
nicht. Die Nebenwirkungen entsprechen starken Grippesymptomen. Vier von
acht mit der Vogelgrippe infizierten Patienten seien trotz der Einnahme
von Tamiflu gestorben, heißt es in einem Beitrag der Medizinfachzeitschrift
"New England Journal of Medicine". Bei zwei der Erkrankten - zwei Mädchen
im Alter von 13 und 18 Jahren - habe das Virus sogar eine Resistenz gegen
Tamiflu entwickelt, schreibt Dr. Menno de Jong von der Klinik für Tropenkrankheiten
in Ho-Chi-Minh-Stadt. Dies wird als eine normale Reaktion eines Virus
auf derartige Mittel beschrieben. Die Pharmakonzerne verfolgt eigene Ziele, die nicht unbedingt für jeden die gleiche Geltung haben. Wirkliche Heilung kann aus einer gewissen Perspektive als ein Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesundheitsindustrie betrachtet werden. Ein selbstverantwortlicher Umgang mit dem eigenen Körper bedeutet auch, den Aufforderungen von Ärzten und Behörden nicht blind zu folgen, sondern die eigene Intelligenz und Intuition einzuschalten. Das dies aber auch das Risiko des Scheiterns bedeutet, sollte jedem klar sein. Nur kann dieses Scheitern dann nicht mehr anderen angelastet werden - die Verantwortung bleibt bei jedem einzelnen.
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Hintergründe |
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