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Das mentale Zwielicht
Lecture von Yogi Bhajan,
am 15.03.1989 in Los Angeles
Gut. Dies ist die Theorie. Ich sage nicht,
dass du irgendetwas davon verstehen wirst. Dies ist nicht
dein Format, dein Kaliber, aber ich muss dir mitteilen, wie
es funktioniert. Leider wisst ihr in der westlichen Zivilisation
nur etwas über Maschinen und durch Mechanik kennt ihr Produktivität,
durch Produktivität versteht ihr das Leben. So seit ihr gestrickt.
Allerdings gibt es einige Menschen, die sich nicht darum kümmerten,
wie Produktivität funktioniert, und sie sind dabei verrückt
geworden.
Also gab es Kreuzungen. Einer war zu verrückt,
einer war zu produktiv, und ich glaube, dass sie sich nie
getroffen haben. Deshalb ist die Gesellschaft so durchgedreht,
wie sie ist. Aber mental - im bewussten und unterbewusstem
Stadium deiner Persönlichkeit - hast du eine Zone des
Zwielichtes geschaffen, und du verdrängst Dinge, du schiebst
Handlungen auf. Ansonsten könnten zwei Liebende niemals
geschieden werden. Ansonsten könnte niemand falsch sein.
Ansonsten gäbe es das Wort "unmöglich"
nicht für die Menschheit. Ansonsten würden Millionen
Dinge, die ich gar nicht aufzählen könnte, nicht
akzeptiert werden.
Aber irgendwann fängst du an zu wachsen
und dich selbst herauszufordern, dann erschaffst du eine Twilight
Zone, eine Zone des Zwielichtes durch Verdrängung. Du
beginnst aufzuschieben, zu verdrängen, aufzuschieben
und dann durchdringt es dich vollkommen. Die Last aller aufgeschobenen
Gedanken kommt zu dir zurück durch deine Träume,
und wenn das nicht reicht, kommt sie durch deine Tagträume,
dann durch deine Fantasien und dann kommt es durch fanatische
Fantasien der Realität. Und du wirst zu einem Nichts.
Du hast keinen Sinn für dich selbst
weil du in einer Fantasie der Nicht-Realität bist. Du
kannst es nicht loslassen und du kannst es nicht haben. Du
bist Herr Miserabel. Und das ist es, was du das Elend nennst.
Das Elend ist nicht, dass du hungrig bist. Du bist hungrig,
es geht dir Schlecht, das ist OK. Du bist durstig, du willst
trinken und es geht dir schlecht, das ist OK. Sei vom Durst
durchdrungen, das ist OK. Du bist geil und sexy, du hast Sex
und fühlst dich gut. Du willst lachen, dir ist langweilig,
du gehst raus und lachst und grinst und fällst runter
und fühlst dich gut. Aber wenn du dich nicht gut fühlst,
während du im Zustand der verdrängten Identität
bist, dann bleibt das so. Gibt es einen psychologischen Weg,
um das loszulassen? Nein. Gibt es einen Psychatrischen Weg
um das loszulassen? Nein. Gibt es eine Medizin, um das loszulassen?
Nein.
Es gibt nur eine Möglichkeit, die herausgefunden
wurde. Bringe einen Menschen in den Zustand der Selbst-Auflösung
und lege sein ES still. Wenn das ES stillgelegt ist, kannst
du deine aufgeschobene Identität loslassen. Die zwei
sitzen nicht im gleichen Zimmer. Wenn du richtig gut handelst,
wenn du auf dem Pfahl sitzt, wenn du weißt, dass das
Feuer brennt, wenn du mit dem Hintern drauf sitzt
Wenn
jemand brennt sagst du "Vielleicht ist es seine Ausstrahlung,
vielleicht, vielleicht." Du hast viele Vielleichts. Aber
wenn du selber da bist, gibt es kein Vielleicht.
Original-Text:
sikhnet.com
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