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Re Man - Shabad:

Re Man Eh Bidh Jog Kamaa-o von Guru Gobind Singh, den 10. Guru der Sikhs

Re man eh bidh jog kamaa-o

Singee saach akapat kanthalaa

Dhi-aan Bibhoot charaa-o

Taatee geho aatam bas kar kee

Bhicchhaa naam adhaarang

Baajay param taar tat har ko

Upajai raag rasaarang

Ughatai taan tarang rang

At Gi-aan geet bandhaanang

Chak chak rehay dayv daanav mun

Chhak chhak bayom bivaanang

Aatam upadays bhays sanjam ko

Jaap so ajapaa jaapai

Sadaa rehai kanchan see kaayaa

Kaal na kabahoo bayaapai

 

Englische Übersetzung des Re Man - Mantras:

Oh my mind, practice Yoga in this way: Let Truth be your horn, sincerity your necklace, and meditation the ashes you apply on your body.

Catch your burning soul (self) and stop the flames. Let the soul (self) be the alms bowl in which you collect the sweet Naam and this will be the only support you will ever need.

The Universe plays its divine music. The sound of reality is shrill, but this is where God is. When you listen to the reality from this place of awareness the sweet essence of Raag arises.

Waves of melodies, emotions, and passions arise and flow through you. Bind yourself with the song of God.

The Universe spins like a potter's wheel and from it fly demons and angels. The sage listens to this and instead of getting caught in either one, the sage drinks in the nectar of the heavens and is carried to the heavens in a divine chariot.

Instruct and clothe yourself with self control. Meditate unto infinity until you are meditating without meditating.

In this way, your body shall remain forever golden, and death shall never approach you.

                                             

           

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Re Man - Meditation

Das Re-Man-Shabad ist eine 300 Jahre alte Dichtung von Guru Gobind Singh über die Wirkungsweise von Yoga und die Entwicklungsschritte vonMeditation. Durch die vielfache Wiederholung dieses Shabad werden diese Schritte nachvollzogen.

Jedes Jahr leitet der Sat Nam Rasayan - Lehrer Guru Dev Singh eine siebentägige Meditation an, bei der dieses Lied 11.000 Mal am Stück gesungen wird. Nächstes Mal findet sie vom 23. Februar bis 1. März 2011 in Rishikesh in Indien statt. Bericht von 2006

Weitere Infos dazu und Anmeldung: www.sat-nam-rasayan.de

Yogi Bhajan sagt, dass durch diese Wiederholungen die eigene Aura vergoldet wird. Dafür muss es 11.000 Mal gesungen werden. Allerdings muss dies nicht unbedingt in einem Stück geschehen. Es kann auch für ein halbes Jahr eine Stunde am Tag gesungen werden.

Das Shabad kann beim Sat Nam Versand auf CD bestellt werden:
Golden Aura - Balaji (Santulan) CD
Golden Aura - Balaji (Santulan) CD

Bericht vom Michael Lehmann über das Re Man Meditationsretreat, das vom 2. bis 8. März 2006 in Indien stattfand.

Ich erinnere mich noch ganz genau: es war Anfang Winter 2005, in einer Wohnung in Hamburg, genauer gesagt in der Küche, als Anja (mit musikalischer Unterstützung von der CD) mir das Re Man vorsang. Zauberhaft und engelsgleich. So etwas hatte ich noch nie gehört. Worte die einen Zauberspruch bildeten. Obgleich ich die Sprache nicht kannte, die Bedeutung der Worte schien mir sakral und lieblich zugleich aber vielleicht war es ja auch ein anderer Zauber der mich (zusätzlich) gefangen nahm. Ich war neugierig geworden, was hatte ich da gehört? Sie hatte dieses Mantra im letzten Frühjahr in Indien in Rishikesh ... mal wiederholt, wenn ich Lust hätte könnten wir ja am 24.12. bei Sat Hari Singh eine 2 1/2 stündige Version gemeinsam singen. Ich hatte Lust und die gemachte Erfahrung machte Appetit auf mehr. Das ,,mehr" sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Nachdem der Entschluss gefasst und die Anmeldehürde genommen war, ging es am 26.02. 2006 nach Indien zum 8tägigen Retreat. Wow, das erste Mal Indien und dann gleich zusätzlich eine Reise nach Innen. Hatte ich nicht als 16jähriger schon davon geträumt. ,,Between Nothingness und Eternity".. so hießen damals die Platten die ich hörte und bei denen ich dann kleine Mandalas zeichnete. In Delhi erwarteten mich das ganz normale indische Chaos und die ersten Yogis. Sat Atma holte uns vom Flughafen ab und mir wurde schnell klar, dass dieses Land mit keinem von mir bislang besuchten zu vergleichen war. Nach kleinen Turbulenzen im Hotel und dem morgendlichem "Rain catcher" ging es nach Raiwalla/Rishidwar in den Ashram. Schnell wurde mir klar, dass das hier herrschende liebliche Arnbiente nicht über eine eher als karg zu bezeichnende Unterbringung sondern auch über eine durchaus als Herausforderung (für mich als Anfänger -Yogi zumindest) zu betrachtende Erfahrung hinwegtäuschen konnte. 108 Stunden galt es zu den Klängen des Mantras zu meditieren.

Das vorweg: Befürchtungen von Guru Dev Singh um Dramaauftritte oder crazy gewordene Yogis bewahrheiteten sich nicht. Auch brauchte ich keine Aspirin Tablette um meinen Kreislauf zu halten, dafür verschwand aus meinem Gesicht bald ein süffisantes Lächeln angesichts der an die Wände des Tempels gelehnten Meditationskissen. Schon nach der ersten Nacht/Tag Meditation (18 Stunden!!) kamen Erinnerungen an Langlauferfahrungen hoch und die immer wiederkehrende alte Frage:
Ist nun der Weg oder das Ziel das Ziel?? Oder musste ich hier einfach nur überleben?

Um es gleich zu sagen: Ob es nun die Präsenz von Guru Dev Singh war, die gute Stimmung unter den Mityogis oder die Anwesenheit meiner Liebsten oder alles zusammen plus die wirklich herzliche Aufnahme und Umsorgung im Ashram und/oder die Nähe des heiligen Ganges oder oder.. .(doch der Chai).Jeder Tag war erfüllt von einem edlen Gefühl der Versenkung und mit fortlaufender Zeit stellte sich bei mir eine ungewohnte (aber doch auch beabsichtigte) Ruhe und Gelassenheit ein Sicher, hart war es manchmal schon immer in guter Haltung und wirklich meditierend im Tempel zu sitzen. Jeder gab sein Möglichstes und war mit Herz und Seele dabei. Am Ende stellte sich bei mir dann so etwas wie ein Gefühl von Leere ein. Das sollte es gewesen sein?! 11.000-mal Re Man gesungen! Die Sonne schien wie jeden Tag, die Sterne funkelten in die Nacht und die Sonnenstrahlen vertrieben die Tintenschwärze des Himmels in den Morgenstunden so wie immer (und an die leichten Wehwechen in den Knochen hatte ich mich ja schon gewöhnt). Nie mehr um 03.00 Uhr morgens aufstehen? Mit einem Wort: geschafft Und wie ist nun das Gefühl danach? Meine Kollegen sagen ich wäre ruhiger geworden. Ich hoffe auch gelassener und auf eine besondere Art gefestigter. Na mal sehen ...ich berichte. Die Abschlussfeier war auf jeden Fall (noch mehr als der Anfang) erfüllt von einer spirituellen und heiteren Freudigkeit wie ich sie noch nie erlebt hatte. Ein Bad im Ganges krönte meinen Aufenthalt im Ashram. Sat Nam
Michael Lehmann

 


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Halte dein Haus geschlossen und mache nicht die Diebe dafür verantwortlich, wenn etwas fehlt.". (Yogi Bhajan)