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Lass
dich von den Zahlen leiten
Ein
Erfahrungsbericht von Sat Karam Singh über Numerologie-
Beratungen
Wenn
Menschen zu mir kommen, um beraten zu werden, so wollen sie
meistens etwas über "Ihre" Zahlen, also die
Zahlen ihres Geburtsdatums erfahren. Es scheint eine typische
Eigenschaft von uns Menschen zu sein, dass wir immer etwas
mit den Dingen tun wollen, wir wollen uns die Dinge zu Nutze
machen, wir wollen sie benutzen, und ich habe mich oft gefragt,
was die Menschen in diesem Falle mit dem angestrebten Wissen
tun würden. Ist es vielleicht so, dass wir glauben, wenn
wir wüssten, warum etwas so ist, wie es ist, dann könnten
wir es leichter ertragen?
Karam
Kriya Numerologie setzt an einem anderen, ich würde sagen
an einem ungewohnten Ende an: Ich benutze die Zahlen nicht,
sondern ich erkenne an, dass ich von den Zahlen benutzt werde!
Wir alle werden von Zahlen viel mehr benutzt werden, als wir
es wahr haben wollen. Um dies wahr-zu-haben, ja wahr-zu- nehmen,
ist es hilfreich oder sogar unabdingbar, die den Zahlen innewohnenden
Eigenschaften zu erkennen, sie zu akzeptieren und mit ihnen
überein zustimmen. Zahlen sind extrem konkret und gleichzeitig
extrem abstrakt, und um damit im Einklang zu sein gehört
gewiss eine Portion an eigener Extremität dazu.
Um
zu verdeutlichen, was damit gemeint sein kann, habe ich einige
Beispiele zusammengefasst:
1.)
Wir fühlen uns alleine (all-1-e), einsam (1-sam) und
verlassen. Oftmals fehlt uns die Kraft, um aus unserem Tief
heraus zu gelangen. Dieser Zustand ist von der Zahl 1 geprägt.
Die Zahl 1 wirkt direkt und unmittelbar auf unser Leben und
unsere Befindlichkeit ein.
Wir sind es nicht gewohnt, in diesem Zustand zu verweilen,
der an sich keinerlei Problem birgt, denn allein heißt
auch, dass alles Eins ist. Ist es nicht so, dass wir alleine
geboren werden und alleine diese Welt wieder verlassen werden?
Wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, so ist das einzige
(1-zige), was wir mit allen anderen teilen, unsere eigene
Einsamkeit. Und diese Einsamkeit birgt sämtliches Potential
in sich, um dies Reise in die Welt anzutreten.
2.)
Wie können wir unser latentes Potential entfalten? Das
führt zur Frage, wie sehr unser Potential der Vermehrung,
der Multiplikation, von der zweiten mathematischen Funktion
des Teilens, also der Division bestimmt wird? Jeder Same und
jede Zelle vermehrt sich durch die Teilung. Ich bin alleine,
fühle mich aber getrennt. Woran liegt das? Gott ist in
mir und Gott ist in dir. Ich bin aber nicht in der Lage, Gott
in allem zu erkennen, also erfahre ich die Welt, als eine
Welt der Trennung. Polaritäten, wie Tag und Nacht, Mann
und Frau, hell und dunkel, oben und unten, bestimmen die Welt
der Trennungen, versorgen uns aber auch mit der nötigen
Energie, um uns auf die Reise durch diese Welt zu begeben.
Gleichsam ist es die Welt, die von Problemen und Zweifeln
(2-feln) bestimmt wird.
Wenn wir nun zum Beispiel einen Dialog führen, so ist
auch dieses Gespräch immer deutlich von der Zahl 2 bestimmt.
Wenn ich nun wüsste, welche Eigenschaften dieser Zahl
innewohnen, so wäre ich mir sehr bewusst über ihre
Auswirkungen auf mein Leben und ganz besonders auf dieses
Gespräch. Wenn ich niemals vergessen würde, das
die andere Person auch ein Spiegel meiner Selbst ist, so gäbe
es keinerlei Probleme.
3.)
Wenn ein Paar, das bislang in einer mehr oder weniger reinen
Dualität von Mann und Frau lebt, ein Kind bekommt, so
wird aus einer Partnerschaft eine Familie. Alle Paare, die
mit einem Kind gesegnet wurden, können davon berichten,
wie sehr sich Strukturen verändern, wie sehr die von
der Zahl 2 diktierten energetischen Bindungen von Mann und
Frau Bindungen nach Festigung streben. Sobald ich die Eigenschaften
der Zahl 3 erkenne, wird mir klar, dass die bedeutsamen Veränderungen
aus dem Übergang von der Zahl 2 (Paar) zur Zahl 3 (Familienstruktur)
herrühren. Das was hier die Veränderung herbeiführt
ist tatsächlich die Zahl 3, die ins Spiel kommt. Eine
andere, damit verwandte Eigenschaft dieser Zahl zeigt sich
ebenfalls in der Erfahrung innerhalb von Familien und anderen
sozialen Strukturen. Was uns beschützt (Familienbande)
ist auch gleichfalls das, was uns ein Gefühl des Eingesperrt
seins vermitteln kann. Unsere Angewohnheiten, unsere festgefahrenen
Strukturen und Muster sind somit ein Ausdruck der Zahl 3,
von der übrigens weite Teile unseres Lebens bestimmt
wird. Allerdings sind diese Strukturen niemals von Dauer,
denn sie sind von Relativität bestimmt. Ganz besondere
Strukturen sind auch unsere Angewohnheiten, die unser Leben
oft unbewusst bestimmen. Bekannt ist folgender Spruch: "Alles
was du 3 Mal tust, wird zu einer Angewohnheit." Wir können
diese Tatsache ignorieren, oder auch für uns nutzen,
indem wir bewusst darüber entscheiden, was wir zum wiederholten
Male tun.
4.)
Wann wird uns diese Relativität unserer Strukturen verdeutlicht?
In der Krise, in der Revolution, in den Momenten, da wir mit
dem Unbekannten zusammentreffen.
Ein Stuhl mit 3 Beinen steht immer (relativ) stabil, auch
wenn der Untergrund nicht perfekt eben ist. Der Stuhl mit
4 Beinen jedoch besitzt diesen einen Freiheitsgrad, den es
braucht, um von der gewohnten, scheinbaren Stabilität
in die Krise der neu gewonnenen Freiheit zu stürzen.
Somit ist ein Ausbrechen, die eigene Befreiung aus unseren
gewohnten Strukturen, Angewohnheiten und Mustern als Übergang
von der Zahl 3 zur Zahl 4. Jede Krise, jedes Zerbrechen von
Gewohntem, jede Revolution ist insofern ein Ausdruck von wahrer
Menschwerdung. Die Zahl 4 bestimmt unser Erwachen aus der
Illusion das Glaubens an relativen Strukturen, hin zu einem
Bewusstsein, dass es eine absolute Wahrheit gibt und diese
Wahrheit wird letztlich jede Phantasie zerstören. Wahrheit
ist dann wahr, wenn sie Zeit und Raum überdauert.
Verbunden damit ist erstaunlicherweise eine Bedingungslosigkeit,
wie wir sie auch in Momenten der Liebe und des absoluten Vertrauens
erfahren. Sich dieser unbekannten Wahrheit hinzugeben, sie
zu lieben und ihr zu vertrauen, darin liegt unsere große
Chance als Menschen. Es ist keine Garantie, nur eine Chance.
Die Frage ist, wollen wir uns mit dem Unbekannten in ständiger
Beziehung befinden, oder ziehen wir es vor, uns wieder den
bekannten Strukturen zuzuwenden?
Zahlen sind äußerst abstrakte Konzepte und gleichzeitig
sind die Zahlen überaus konkret. Es ist diese Eigenschaft,
die dazu führt, dass wir glauben, keinen Kontakt und
keinen Zugang zu den Zahlen zu haben, also "den Wald
vor lauter Bäumen nicht zu sehen". Und dasselbe
ist es auch, was die Zahlen zu einem intimen Teil unserer
Selbst macht.
Wenn
wir aber die Erkenntnis zulassen, dass unser Leben von den
Zahlen geleitet wird, so erhalten wir im Gegenzug eine Art
Röntgenblick über die Zusammenhänge und Ursachen
aller Dinge und Ereignisse in der Welt.
Ich
bin überzeugt davon, dass wenn du nur 10 Prozent von
dem Geschriebenen mit dem Herzen hören kannst, so eröffnet
sich Dir ganz persönlich die Chance, Dein Leben fortan
von einem Bewusstsein über die Universalität, die
Greifbarkeit der Zahlen tragen zu lassen. Es geht nicht darum,
von den Zahlen fasziniert zu sein, sondern sie in allem zu
erkennen und zu lieben.
Aus
Furcht kann ebenso wahre Liebe werden, wie aus der Verwirrung
Vertrauen geboren werden kann. Let the numbers guide you,
lass' Dich von den Zahlen leiten!
Sat
Karam Singh, Bonn im August 2006
Sat
Karam Singh ist einer der Berater, der auf dieser Webseite
per E Mail bzw. telefonisch Beratungen durchführen.
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