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| Die Zahlen im Leben und das Leben in den Zahlen | |||
| Karam Kriya - Die Wissenschaft angewandter Numerologie - Interview mit Shiv Charan Singh | |||
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Aus der Zeitschrift
"Tattva
Viveka", Ausgabe
28, 2006
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Seit
ein paar Jahren wächst eine kleine Gemeinschaft von Menschen aus
ganz Europa, deren gemeinsames Ziel es ist, die Zahlen im Leben und
das Leben in den Zahlen zu studieren - der "Hof der Karam Kriya".
Was zunächst als Beraterausbildung begann, ist nun ein offener
Lernraum geworden. Es geht nicht um eine spezifische kulturelle Form
der Numerologie, sondern darum, die Sprache der Zahlen und die verschiedenen
Arten der Kommunikation innerhalb der Schöpfung zu ergründen,
um so sein Leben in einen bewussten Transformationsprozess zu verwandeln.
FH: Shiv Charan Singh, du studierst seit vielen Jahren die Gesetzmäßigkeiten der Zahlen. Ich habe den Eindruck, dass viele Leute die Zahlen hauptsächlich mit Mathematik oder Mengenrechnung in Verbindung bringen, was ja vermutlich nur ein winziger Aspekt ist. Um klarzustellen, worum es hier geht: Was sind überhaupt Zahlen? SCS: Zahlen sind reine Konzepte. FH: Reine Konzepte? SCS: Ja, absolut rein. Ohne irgendeine Form. Man kann noch nicht einmal sagen, dass es da einen Gedanken gibt, so wie wir ihn normalerweise kennen. Denn ein normaler Gedanke hat bereits eine Gestalt und eine Form um sich herum. Aber das wahre Gewicht eines Gedanken liegt in seinem Samen, dem reinen Samen, von dem die Form herrührt. Dies ist die perfekte Beschreibung der Zahlen: Sie sind samenhafte Konzepte. Wenn du fragst: "Was?", dann meint das meist etwas sehr Substanzielles. Zahlen sind das genaue Gegenteil der konkreten, dichten materiellen Substanz, dem ursprünglichen Sand oder Staub, aus dem alle Dinge geschaffen sind. Bevor du einen Ziegelstein formen kannst, braucht es den Sand. Der Ziegelstein ist die Form, und die Essenz des Steins ist der Sand. In gleicher Art und Weise sind alle Gedankenformen, geformten Ideen und mentalen Vorstellungen aus einer gemeinsamen Essenz geschaffen. Der Staub aller Gedanken sind die Zahlen. Sie sind also die Entsprechung des materiellen Staubes, aber im entgegen gesetzten Bereich. Die absolute Abstraktion, aus der heraus alle Archetypen und Gedankenformen erschaffen worden sind. Jede religiöse Institution, jede Philosophische Lehre und jedes Verständnissystem ist geschaffen aus diesem unsichtbaren, allerabstraktesten Staub, den Zahlen. FH: Ist es dann richtig zu sagen, dass die Zahlen die Essenz sowohl des Materiellen als auch des Spirituellen sind? Oder dass es die gleichen Zahlen sind, die die Essenz von beidem bilden? SCS: Das ist so eine Art "Ja-und-Nein"-Frage oder -Antwort. Die Tatsache, dass Sand die Essenz aller Bauwerke ist, mag scheinbar nichts mit den Zahlen zu tun haben. Aber lass uns mal die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist oder Idee und Objekt betrachten. Es gäbe zum Beispiel keine Pyramide ohne die Idee, sie zu bauen. Genauso wie es also den Staub der Idee gab, gibt es auch den Staub, aus dem die Pyramide gebaut ist. Das Eine kann nicht ohne das Andere sein. Also hat die Zahl ihren eigenen Platz darin. Wir sagen nun nicht, dass die Zahlen die Essenz des Sandes sind, aber ohne Zahl würden weder der Sand noch die Pyramide existieren. Könntest du dir wirklich eine Welt vorstellen, in der keine Zahlen existieren? Du hättest nicht 1 Zunge, keine 2 Augen, keinen 3-dimensionalen Raum, keine 4 Herzkammern, keine 5 Sinne und so weiter. Dein eigenes zellulares Leben existiert entsprechend der Mathematik dadurch, dass eine Zelle sich durch Division multipliziert, immer weiter, bis hin zu etwa 33 Trillionen Zellen. Für die Evolution deiner Existenz braucht es das simultane Vorhandensein der materiellen Substanz und der spirituellen Substanz der Zahlen. Dass Eins niemals zu Zweien werden könnte, wenn Zahlen nicht existierten, macht klar, wie essentiell Zahlen sind - sie sind eine Essenz, ohne die Materie nicht existieren könnte. Dies impliziert, dass Zahlen innerhalb der Materie sind. Und dass umgekehrt innerhalb der reinen Konzepte des abstrakten Bereichs auch die Materie existiert. Wie "Yang" im "Yin" und "Yin" im "Yang" enthalten ist. Jedes ist auch in dem Anderen. Die Gegenteile besitzen eine intime Beziehung zueinander. Das Eine bewegt sich nicht ohne das Andere. Das Eine kann nicht ohne das Andere Form annehmen. Es gibt also eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit zwischen dem materiellen Staub, aus dem alle Schöpfung geschaffen ist und den Zahlen als die Seele von Allem. FH: Man kann also die Schöpfung und die Zahlen nicht voneinander trennen. SCS: Nein, nein. Man kann sie nicht trennen FH: Das Studium der Zahlenprinzipien und deine Art über sie zu lehren nennt sich "Karam Kriya". Was ist denn genau Karam Kriya? Was ist genau die Arbeit die du innerhalb von "Karam Kriya" bezüglich der Zahlen machst? SCS:
Ich bin an der Intention der Seele interessiert und denke, dass die
Intention, mit der wir Zahlen studieren sehr wichtig ist. Manchmal besteht
der Zugang zu Zahlen darin, die weit verbreitete Nachfrage nach Wahrsagerei
zu bedienen. Dies ist eine oberflächliche Art der Ego-Unterhaltung.
Es kann sogar soweit gehen, dass es sich zu einer Form von Manipulation
entwickelt. Tatsächlich lautet die Frage vieler Studenten: "Wofür
kann ich die Zahlen benutzen?" Sie glauben, dass Zahlen Werkzeuge
seien, die wir kontrollieren und benutzen könnten, um unser Leben
zu kontrollieren. Aber die Zahlen sind das nicht. Da die Zahlen ja immanente
Wesen sind und intim mit allen Dingen, führt ihr Studium viel tiefer.
Es bedeutet nicht nur tiefer in die Welt und die Gedanken, sondern auch
in unsere wahre Existenz, unser eigenes Wesen einzutauchen. FH: Können wir sagen, dass die Zahlen uns eine Orientierung oder Basis geben, um aus unserem Karma zu lernen? SCS:
Ja, denn wie kann ich diese Kette aus Ursachen und Folgen richtig verstehen,
wenn ich keinen Zugang zur Essenz habe? Das Konzept ist also wirklich
wie eine Ur-Sache. Wenn ich also zu den Zahlen innerhalb eines Aktions-
und Reaktionsprozesses vordringe, gelange ich zur Ur-Sache des selbigen
(in mir). Und "Kriya" bedeutet "total, vollkommen".
Vervollkommne die Aktion total, bringe sie zu ihrem Ende und verausgabe
die Sequenz. Warum sollte man Erforschungen über die Wahrheit anstellen,
wenn man nicht dazu ausgerüstet ist, den ganzen Weg zu gehen? Wenn
du fragst: "Wer bin ich?", warum nicht dann auch die ganze
Strecke mit dieser Frage gehen, sie zu ihrem Ende bringen? Der Begriff
"Kriya" impliziert beinhaltet genau das. Und welchen besseren
Weg könnte es geben, als dies durch das Studium der Zahlen zu tun,
da sie ja eine allem auf intime Weise innewohnende Essenz sind? Die
Zahlen sind exakt die Basis oder der Referenzpunkt, die man für
ein verausgabendes Studium der Natur des Lebens und der Seele benötigt.
Zahlen sind die Referenz. Die Schwierigkeit besteht darin, dass sie
vollkommen und in reinster Weise abstrakt sind. Dies verleiht ihnen
den Anschein, schwer zugänglich zu sein. Durch unseren Verstand
leben wir in einer hauptsächlich visuellen Welt, und die Zahlen
an sich sind nicht sichtbar. Deshalb brauchen wir zumindest ein wenig
Dekoration um die Zahlen herum, um sie für uns sichtbar und präsent
zu machen. Wenn die Dekoration zu stark ausgebildet ist, wird sie uns
zur Falle. Dann fasziniert uns diese Dekoration, wir fokussieren uns
nur auf diese und verfehlen das unsichtbare Rückrat, die Essenz.
Zahlen bleiben unsichtbar - wo kann ich also Ausdrücke (Dekorationen)
der Zahlen finden, die in sich einen gewissen Sinn für die Integrität
behalten? Wir schauen auf Formen die eher etwas offenbaren als zu verstecken,
die eher auf das Essentielle hinweisen oder es repräsentieren anstatt
es zu ignorieren oder zu verneinen. Formen, die transparent genug sind
oder gemacht werden können, so dass wir uns dem Rückrat und
der Essenz nähern können. Solche Formen können als eine
Art Arbeits-Referenz betrachtet werden - relativ wahr und eine Art Vorbild-Modell
bildend, um weitere Studien zu unterstützen. FH: So wie ein reines Beispiel. SCS: Ja ! Ja, und deshalb sind diese Begriffe auch eine starke Referenz für uns, wenn wir uns selbst entsprechend der Weltenseele "kalibrieren" wollen. Außerdem fügen wir zu unserem Referenz-System die Lehren über die 10 spirituellen Körper hinzu, die uns von Yogi Bhajan, Meister des Kundalini Yoga und "Mahan Tantric" , übermittelt wurden. Es ist wieder eine Lehre auf einer sehr menschlichen Ebene und deshalb näher am Individuum. Unsere ganze Existenz, das "Ich" als Ganzheit, ist aus zehn Qualitäten zusammengesetzt, zehn Zutaten, und wir nennen sie "die zehn spirituellen Körper", obwohl wir den physischen Körper mit einbeziehen. Jetzt haben wir eine parallele Beziehung zwischen den Gurus, dem Mul-Mantra und den zehn Körpern. Durch weitere Nachforschungen habe ich herausgefunden, dass es da eine starke Korrespondenz gibt zu den zehn Organen, den zehn Planeten und einer Vielzahl von anderen Systemen in der Welt. Obwohl wir unsere Studien noch viel weiter ausdehnen könnten, ist es wichtig, die zentrale Referenz zu behalten. Für mich bleiben das die zehn Gurus, das Mul Mantra und die Zehn Körper - und natürlich die Zahlen. FH: OK, angenommen, ich möchte mich erinnern, Ich möchte gerne wissen wer ich bin: Was passiert jetzt? SCS:
Jetzt können wir dir gegenüber sehr persönlich werden,
wir können dennoch sagen, dass andere ebenfalls die gleiche persönliche
Verbindung zu Zahlen teilen wie du. Zahlen sind so offensichtlich, so
nah an uns selbst, dass sie sehr leicht ignoriert werden. Wir haben
eine Wirbelsäule, die sich vertikal zwischen oben und unten erstreckt,
die erste Achse. Wir haben zwei Arme, zwei Beine, zwei Ohren, zwei Augen,
zwei Nasenlöcher, zwei Nieren, eine klare Spaltung in eine linke
und rechte Seite des Körpers, die zweite Achse. Das ist die Zweiheit,
auf dich bezogen. Dann gibt es da noch die dritte Ebene, die sich um
die dritte Achse dreht (vorne/hinten), und dir eine dreidimensionale
Existenz im Raum verleiht. Das menschliche Wesen ist die vierte Ebene
der Existenz. Wir haben vier Proteine, die unsere DNA bilden, vier Herzkammern
und vier (Blüten-)Blätter an unserem Wurzelchakra. Die Fünf
verleiht uns die fünf Sinne und die fünf Elemente, aus denen
der Körper besteht. Aus den drei Ebenen ergeben sich sechs Gesichter
oder Flächen eines Würfels. Sieben ist die Zahl der Chakras
in der esoterischen Anatomie. Du wirst feststellen, dass wir immer subtiler
werden, während wir zu den höheren Zahlen wandern. Deshalb
haben 8 und 9 keine solch physischen Manifestationen, weisen aber auf
mystische Ideen hin, so wie die 8 okkulten Kräfte oder die 9 Schätze.
Eine tief greifende Reflektion unserer eigenen Natur fängt eigentlich
bei den elementaren Fragen an, so wie: "Kenne ich mein Oben und
Unten? Kenne ich den Unterschied und kenne ich ihre Beziehung zueinander?
Kenne ich mein Innen, kenne ich mein Außen? Kenne ich den Unterschied
und wie sie zusammenhängen? Kenne ich mein Vorne, kenne ich mein
Hinten?" Diese Fragen scheinen dumme Fragen zu sein, aber im Grunde:
Kenne ich diese Dinge wirklich? Zu sagen, dass sie dumm sind, ist nur
eine bestimmte Art der Flucht vor mir selbst. Selbstrealisation kann
damit anfangen, mit mir selbst dazusitzen und etwas über das innerste
Wesen meiner eigenen, simplen Dimensionen herauszufinden. FH: Und man könnte mit jeder Zahl so fortfahren SCS:
Mit jeder Zahl. Und jede Zahl hat auch bestimmte Qualitäten. Wenn
wir innerhalb der Zweiheit auf den Aspekt des Spiegelns eingehen, dann
gelangen wir weiter in ein ganzes, neues Gebiet darüber, was beim
psychologischem Spiegeln abläuft, beim ökologischem Spiegeln,
beim physischem Spiegeln
und welche Spiegel die Natur uns gegeben
hat: männlich und weiblich zum Beispiel und wie der Mond die Sonne
spiegelt. Was sagt uns all das? Oder ist es alles nur rein zufällig
da? Nun, vielleicht, vielleicht auch nicht. Es wird aber immer noch
irgendwie in mir gespiegelt, weil ich ja ein Teil des Kosmos bin. Wie
Außen, so Innen und wie Innen, so Außen. Weisheit ignoriert
so etwas nicht. Es gibt da das Gesetz von Ursache und Wirkung, von Aktion
und Reaktion. Wenn ich es ignoriere, füge ich also die Konsequenzen
dieses Ignorierens ebenfalls zu den Effekten, die ich erfahre, hinzu.
Wenn ich aufmerksam dem gegenüber bin, wird es wiederum andere
Konsequenzen haben. Das kann bei einem Menschen zu sehr konkreten Veränderungen
im Leben führen, die darauf basieren, dass er bewusster ist. Fortsetzung: Teil 2 -Die Zahlen im Leben und das Leben in den Zahlen |
Die
tägliche Praxis: Sadhana
Was ist die Sat Nam Rasayan-Heiltechnik? Klänge und Töne - Sprache und Mantren
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