Autoimmunkrankheiten

Von Sangeet Singh.

Der Zeitenwandel beschert den Menschen neue Krankheiten, die in der Vergangenheit unbekannt waren. Jedes Zeitalter hat seine eigenen Herausforderungen für Körper, Geist und Seele. Gegenmittel dafür müssen jeweils erst noch entwickelt werden.

Einige Seuchen des vergangenen Zeitalters, die besiegt oder fast besiegt wurden, waren Lepra, Tuberkulose, Malaria und Masern. Dank neuer medizinischer Techniken sind einige der alten Feinde verschwunden. Andere konnte eingedämmt werden oder befinden sich auf dem Rückzug.

Jetzt suchen uns unbekannte Herausforderungen heim, wie Autoimmunkrankheiten (Aids, Diabetes, Krebs etc.) sowie psyische (Depressionen, Unruhe etc.) und energetische Leiden (zumeist Überempfindlichkeiten, Allergien etc.).

Mehr und mehr Menschen leiden an Unverträglichkeiten von Grundnahrungslebensmitteln wie Milch oder Weizen. Allergien breiten sich aus. Autoimmunkrankheiten wie Diabetes, Krebserkrankungen, Aids und Gelenkentzündungen treten gehäuft auf. Viele dieser Krankheiten sind im Augenblick nicht heilbar. Die moderne Medizin versucht daher, wenigsten die Symptome zu bekämpfen, was nur teilweise und zeitlich begrenzt gelingt und sehr aufwendig und teuer ist. Die Finanzierung des Gesundheitssystems steht unter anderem aus diesem Grund auf der Kippe.

Depression und mit Erschöpfung einhergehende psychische Erkrankungen nehmen epidemische Ausmaße an. Erschöpfungsbedingte Symptome sind Schlaflosigkeit, Unfähigkeit sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen, Kontrollverlust sowie Entfremdung von normalen gesellschaftlichen und sexuellen Beziehungen. Das Übermaß an Informationen, Zeitmangel, sowie zunehmende soziale und persönliche Erwartungen bringen sehr viele Menschen aus dem Gleichgewicht. 

Psyche, Immunsystem und Hormonsystem sind beim Menschen aufs engste miteinander vernetzt. Der schwächste Punkt lag in der Vergangenheit im Bereich des Immunsystems. In der Zeit vor den Impfungen gegen Virus-Infektionen, Antibiotika gegen bakterielle Entzündungen, Blutzuckerpräparaten und Tetanus gegen Wundstarrkrampf gab es eine intensive Auslese der Natur. Die Kindersterblichkeit lag noch vor 130 Jahren bei annähernd 50 Prozent. Heute wird in den entwickelten Ländern fast jedes Kind groß und hat gute Aussichten, sein Erbgut weiter zu geben. Die Folge ist, dass sich das psycho-neuro-immunologische Gesamtsystem verändert. Die neuen Schwachpunkte liegen eher im mentalen Bereich und im Drüsensystem (Depressionen, Schlaf- und Essstörungen, etc.), während sie bei der Körperabwehr neue Probleme zeigen, die auf eine Verwirrung der Körpersysteme hindeuten (Allergien und Autoimmunerkrankungen).