Erfüllte Beziehungen und Mem-Bewusstsein

Von Sangeet Singh.

Wenn wir Erwartungen und Bedürfnisse haben, die mit anderen Menschen im Zusammenhang stehen, dann sind die Meme die subtile Form der Beeinflussung, die wir einsetzen, um unsere Ziele zu erreichen. Die Meme werden in den Körper der Zielperson eingespeichert, wenn ihre Aura oder ihr Bewusstsein das zulässt. Es gibt Möglichkeiten, sich vor den Meme anderer zu schützen. Um die Einspeicherung zu verhindern, muss sich die Zielperson entweder aktiv oder passiv schützen können.

 

Das Gleiche passiert, wenn wir eine Person bewerten bzw. von jemanden bewertet werden. Die Einspeicherung des Mem passiert unabhängig davon, ob wir die Person kennen, die uns bewertet.

Wenn durch Erfahrungen, die es zwischen den Beteiligten in der Vergangenheit gab, bereits Meme abgespeichert sind, ist es besonders schwer, sich zu schützen. Wenn z. B. in der Vergangenheit eine emotionale Bindung zwischen den Beteiligten aufgebaut wurde, dann ist diese als Memplex in der Zielperson vorhanden.
Oftmals gibt es auch einen Memplex, der mit dem eigenen Vater (bei vielen Frauen) oder mit der eigenen Mutter (eher bei Männern) zusammenhängt, und starken Einfluss auf den Umgang mit dem Partner hat.
Das neue Erwartungs-Mem dockt an die vorhandenen Meme an. Im Allgemeinen fällt es der Zielperson in diesem Fall schwer, die neuen Meme von den alten zu unterscheiden. Entweder müssten alle Meme – die neuen wie die alten – in Frage gestellt werden, was einer Beendigung der emotionalen Beziehung gleich kommt. Oder die Zielperson ist zum Zeitpunkt der Kommunikation so neutral, dass sie die neuen Meme nicht annimmt. Diese Neutralität ist nur dann möglich, wenn die vorhandenen Meme, die sich von dieser Person im eigenen Körper befinden, vollständig erkannt wurden, was wiederum einen umfassenden Selbstwert voraussetzt (siehe Basistext Selbstwert).
Aushalten reicht hier nicht. Nur durch ein Zulassen kann sich das Self Sensory System bilden, das von Yogi Bhajan beschrieben wurde. Es basiert auf Selbstwert und Selbsterkenntnis. Das Self Sensory System verhindert die Einspeicherung von Meme bei uns. Wir bleiben dadurch unabhängig und frei in unseren Entscheidungen.

Der intensivste Meme-Austausch passiert in einer Liebesbeziehung. Wir prägen unsere Hoffnungen und Ansprüche in den Partner ein. Zu Beginn wirkt das stabilisierend und stärkend für den Partner. An irgendeinem Punkt kann das aber umkippen und als Einschränkung und Manipulation wahrgenommen werden.
Oft ist es so, dass die Meme, die eine andere Person in einem einspeichert den eigenen Meme, die man in sich einspeichert, widersprechen. Dann kommt es zu Konflikten.
Das Phänomen der Einspeicherung sollte durchschaut werden, damit die beteiligten Personen es kontrollieren können. Im Umgang mit anderen ist es wichtig, sich den Meme der betreffenden Person entziehen zu können. Wenn man sich ausgeliefert fühlt, ist es schwer, einen Kompromiss und eine unterstützende Kommunikation zu finden.

Eine weitere Ebene sind die Meme, die sich in der Materie befinden, z. B. in einer gemeinsamen Wohnung. Die Meme des Partners in den Gegenständen können ebenfalls als einschränkend und unangemessen empfunden werden. Deshalb ist es hilfreich, wenn jeder einen Bereich hat, in dem der andere keinen Einfluss hat und auch nicht versucht, Einfluss auszuüben.

Sexualität ist der intensivste Austausch von Meme zwischen zwei Menschen. Er erzeugt einen Abdruck in der Aura, der dauerhaft bestehen bleibt bzw. nur mit großem Aufwand durch langwierige Meditationen losgelassen werden kann.
Dieses Loslassen scheint Männern etwas leichter zu fallen als Frauen.

Es gibt Hinweise, dass sich Meme auf der Haut abspeichern, und zwar sowohl bei Berührungen als auch bei Blicken. Haare haben dabei offensichtlich eine Schutzfunktion. Sie schützen die Haut vor Einspeicherungen.

Textauszug aus dem Yoga Infos Basistext Nr. 24 "Weibliche und männliche Polaritäten"

Kommentare   

 
0 #2 Sangeet S. 2017-10-19 11:16
Hallo Christoph, danke für deine Antwort.
Den Begriff "Meme" habe ich oben im Text verlinkt, es geht um die Fähigkeit des Bewusstseins, Materie zu beeinflussen oder zu "informieren", ein Vorgang der u.a. in der Homöopathie anwendung findet.
Ich glaube inzwischen auch, dass die Übertragung dieses Begriffes in den Rahmen von Beziehungen noch nicht reif ist - dazu fehlen einfach noch zu viele Informationen.
Aus der Sicht von Heilungs-Mechan ismen ergeben sich allerdings aus der Meme-Hypothese so umfassende Ansätze, dass es mir schwer fällt, von einer Veröffentlichun g abzusehen.
Die Gefahr des Missbrauchs - du sprichst von Magie - ist sicherlich ein weitere Aspekt, der wichtig ist.
Allerdings dürfte der Erkenntnis über Informationen in Materie dazu beitragen, Missbrauch zu verhindern.
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0 #1 Christoph Müller 2017-09-27 16:45
Menschen, die einem etwas bedeuten (positiv oder negativ) beschäftigen Geist und Seele, und in welcher Form auch immer hinterlassen sie dort Erinnerungsspur en.
Durch Worte und Handlungen beeinflusst man selbstverständl ich auch andere Menschen, und wenn man länger miteinander zu tun hatte, hat man eine Geschichte miteinander, und diese hinterlässt selbstverständl ich Spuren.
Wozu braucht man dafür eine Theorie der "Meme". Was soll das sein? Neurophysiologi sch belegt ist z.B. die Theorie der Spiegelneuronen - was hat es mit den "Memen" auf sich? Da wünschte man sich doch ein paar genauere Nachweise - vor allem, wenn dann auch noch behauptet wird, derartige Meme steckten in unbelebten Dingen.
Wenn mir ein geliebter Mensch ein schönes Geschenk macht, und dieses Geschenk mich lange begleitet - dann habe ich ein besonderes emotionales Verhältnis zu diesem Gegenstand - ja gewiss! Aber zu behaupten, nun steckten "Meme" in dem Gegenstand, das ist nach meinem Dafürhalten krasser, magischer Materialismus.
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