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In den vergangenen 30 Jahren hat sich in unserem Kulturkreis ein spiritueller Aufbruch ereignet. Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen, haben durch Techniken wie Meditation und Yoga Kontakt zu Ihrem Höheren Selbst - nichts anderes als Gott - aufnehmen können. Ein spirituelles Bewusstsein ist in der Lage, dem modernen Menschen den Halt zu geben, der für die Entwicklung und Aufrechterhaltung einer echten individuellen Freiheit nötig ist. Und diese Freiheit ist nötig, um den Anforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.

Der Mensch bleibt dabei ein soziales Wesen. Wenn er keinen unmittelbaren Kontakt mehr zu anderen Menschen hat, bleibt seine psychische Entwicklung stehen. Und, im Gegenzug, je intensiver der Kontakt zu anderen Menschen ist, desto intensiver ist auch die innere Entwicklung - hin zum individuellen Bewusstsein. Je mehr sich das Individuum entwickelt, desto tiefer und inniger ist der Kontakt zu anderen Menschen. Beides ist nicht voneinander zu trennen.

Yogi Bhajan: "Der Weg vom individuellen Bewußtsein zum universellen Bewusstsein geht über das Gruppenbewusstsein"

Um eine Gruppe zu bilden, die ein eigenes Bewusstsein erzeugt, sind folgende Regeln notwendig:

  • Mindestens drei beteiligte Menschen, besser fünf (pansch).
    Auch Paare bilden ein gemeinsames Bewusstsein, das aber nicht viel Stärker ist, als das jeweilige individuelle Bewusstsein. Erst wenn drei Menschen zusammen kommen, findet der bekannte "Verstärkungsprozess" statt, der von Außen spürbar ist.
  • Regelmäßige persönliche Treffen (Internet genügt nicht)
    Persönliche Treffen sind nötig, damit ein gemeinsamer Gruppenraum entstehen kann. Dieses energetische Muster hält sich dann einige Zeit (bis zu 3 Jahre) aber verliert an Kraft, wenn es nicht zu weiteren regelmäßigen Treffen kommt.
  • Grundsätzliches Interesse an der Auseinandersetzung mit den anderen Beteiligten.
    In "Zweckbündnissen" ohne Interesse an den beteiligen Personen kann kein Gruppenbewusstsein entstehen.
  • Grundsätzliches Interesse an der Auseinandersetzung mit sich selbst
    Das lässt sich im Gruppenprozess nicht vermeiden
  • Herrschaftsfreiheit - Gleichberechtigung aller Beteiligten
    In hierarchischen Strukturen entsteht kein gemeinsames Bewusstsein. Die Energie der Einzelpersonen wird von denjenigen, die weiter oben in der Hierarchie stehen, abgeschöpft, und einem möglichen Gruppenprozess entzogen.Gruppenberwusstsein kann hier nur jeweils auf der gleichen Hierarchie-Ebene entstehen - ohne Verbindung zwischen "oben" und "unten".

Wenn diese Grundbedingungen gegeben sind, erzeugt eine Gruppe ein eigenes Feld, bzw. einen eigenen Raum, der wiederum eine Anziehungskraft bzw. Sogwirkung auf andere Menschen ausüben kann - dies kann sich auch in einer überhöhten Ablehnung ausdrücken.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Einflussname: Druckausübung und Anziehungskraft.
Druck kann nur ausgeübt werden, wenn Angst herrscht. Ohne Angst würde jeglicher Druck bedeutungslos werden. Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern eine Voraussetzung, um diese aushalten zu können. "Wo die Angst ist, ist der Weg" das gilt spirituell genauso wie politisch. Wir können unsere Angst nicht einfach abschütteln, und sollten das auch nicht versuchen. Wer einen Willen hat, hat automatisch auch Angst vor dem Scheitern. Aber wir können den Mut aufbringen und uns unserer Angst stellen und sie aushalten. Damit überwinden wir die Macht der Druckausübung. Im Kundalini Yoga gibt es spezielle Übungen, die einen dabei unterstützen können, z.B. die zentrale Übung gegen Angst, die Sat Kriya.

Anziehungskraft oder Sogwirkung ist ein völlig anderer Einfluss. Sog kommt vom Ganzen, Druck vom Teil. Wir fühlen uns angezogen von Organisationen, von Ideologien, Systemen oder von Ideen, manchmal auch von einzelnen Menschen die etwas repräsentieren oder Yoga-Lehrern die uns in unserem Weg unterstützt haben. Oder eben von Gruppen. Der Raum einer Gruppe ist von der Struktur her nicht anders als der Raum einer Einzelperson. Er ist nur ungleich mächtiger.

YOGA INFOS Basistext: Kundalini Yoga und Gruppenbewusstsein

Aus dem Inhalt (10 Seiten):

  • Yogaset: Unterstützung für Paare und Gruppen
  • Yogaset für Toleranz
  • Gruppen-Meditation: Synchronisation für Gruppen
  • Gruppen-Meditation: Heilkreis der Gruppe (Vollmond-Meditation)
  • An die Wurzeln gehen - Gruppenbewusstsein in der Gesellschaft
  • Das Ich und das Wir - Gruppenbewusstsein fängt bei einzelnen an
  • Toleranz und der Prozess der Abgrenzung
  • So funktioniert Gruppenbewusstsein
  • So werden Einflüsse übertragen
  • Im Innern des Sogs
  • Rollensystematik in Gruppen
  • Praktischer Umgang mit Gruppenbewusstsein

Für 7 Euro kann er als PDF-Datei runtergeladen werden.

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Der Weg vom individuellen Bewußtsein zum universellen Bewusstsein geht über das Gruppenbewusstsein" Yogi Bhajan

 

Gruppenbewusstsein und Kundalini Yoga

von Sangeet Singh Gill

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